Chapter 292: Ist das in Ordnung? - Incubus Leben in einer Welt von Superkraft-Nutzern - NovelsTime

Incubus Leben in einer Welt von Superkraft-Nutzern

Chapter 292: Ist das in Ordnung?

Author: Anime_timez24
updatedAt: 2025-08-30

CHAPTER 292: IST DAS IN ORDNUNG?

Er wusste nicht, wann sein Atem langsamer geworden war.

Aber es war geschehen.

Nicht aus Erschöpfung oder Schmerz oder der Art von Taubheit, die mit zu vielen gleichzeitig drängenden Gedanken einhergeht—sondern aus etwas Einfacherem, Ruhigerem.

Es war die Art von Stille, die sich nicht leer anfühlte. Sie fühlte sich verdient an. Wie aus der Kälte zu treten und Wärme zu spüren, die nicht nur die Oberfläche deiner Haut erreicht, sondern auch die tieferen, inneren Orte, von denen die meisten Menschen vergessen, dass sie überhaupt existieren.

Evelyn bewegte sich zuerst. Nicht weg, nicht einmal bewusst, sondern nur die sanfte Bewegung eines Körpers, der tiefer in den Komfort hineinsinkt.

Ihre Wange streifte seine Brust, Haut an Haut, und ihr Haar ergoss sich wie silberne Tinte über seinen Arm. Ihre Hand, die sanft über seinem Herzen geruht hatte, begann sich zu bewegen—nicht ziellos, sondern mit langsamen, bedachten Strichen.

Sie zeichnete die schwachen Erhebungen seiner Rippen nach, wie jemand, der sich an ein Lied erinnert, indem er den Linien seiner Melodie mit den Fingern folgt.

Everly folgte, als hätte ihr Körper auf dasselbe Signal gewartet. Sie schmiegte sich auf der anderen Seite näher an ihn, ihr Bein glitt über seines, ihre Haut berührte sich auf diese stille, empfindsame Weise, die nicht laut, aber unmöglich zu ignorieren war.

Ihr Atem, sanft und gleichmäßig, wärmte die Beuge seines Halses. Sie summte—kein Lied, nur ein tiefer und zufriedener Klang, der durch ihn vibrierte.

Ethan sprach nicht. Es gab kein Wort, das mehr Sinn ergab als dies.

Evelyns Finger reichten wieder nach oben, strichen entlang seines Kiefers, ihre Berührung leicht, aber erdend. Sie hielt ihn nicht fest. Sie blieb einfach dort und erinnerte ihn daran, dass er nirgendwo hingehen musste.

Everly lehnte sich als Nächstes nach oben, ihre Lippen streiften seine Wange mit einer Sanftheit, die nicht darum bat, bemerkt zu werden, aber dennoch ein schwaches Brennen hinterließ, wo ihre Wärme gewesen war.

Sie zog sich nicht schnell zurück. Ihre Lippen verweilten, weich und still. Als wollte sie sagen, ich bin auch hier.

Ethan neigte sich leicht, gerade genug, dass ihre Nasen sich streiften, seine Augen halb geschlossen, aber präsent. Er war nicht in Gedanken oder Fantasien verloren. Er war hier—vollständig.

Ihre Blicke trafen sich, und in dieser Nähe konnte er alles sehen. Das Schimmern der Farbe in Everlys Iris.

Das kaum wahrnehmbare Flattern ihrer Wimpern. Das leichte Öffnen ihrer Lippen, als sie ausatmete, wartend, fragend—nicht mit Worten, sondern mit Schweigen.

"Ist das in Ordnung?" flüsterte sie, die Worte so leise, dass sie in der Stille fast verschwanden.

Er nickte, langsam und sicher.

Nicht weil er unsicher war.

Weil er genau verstand, wonach gefragt wurde.

Seine Hand bewegte sich zu ihrer Taille, nicht drängend, nicht einmal andeutend. Nur warm und sicher, Finger leicht ruhend, als wollte er sagen, ich halte das auch. Was auch immer daraus wird, ich bin hier.

Evelyn lehnte sich ebenfalls vor, ihre Lippen fanden seine Schulter, nicht in Hunger, sondern in Ehrfurcht. Ihr Kuss war nicht besitzergreifend. Er war stetig. Ruhig. Ein Gelübde durch Berührung statt eines Versprechens.

Niemand bewegte sich schnell.

Niemand führte.

Aber irgendwie bewegten sie sich gemeinsam weiter.

Kleidung glitt herab, nicht mit dem Geräusch reißender Nähte oder hastiger Hände, sondern wie Blätter, die von Bäumen fallen—sanft, unvermeidlich, unbemerkt, bis nackte Haut begann, nackte Haut zu berühren.

Die Laken unter ihnen erwärmten sich durch ihre vereinte Körperwärme. Die Luft im Raum, einst kühl vom offenen Fenster, haftete nun an ihnen, schwer von Atem, Duft und dem unsichtbaren Gewicht der Nähe.

Evelyns Hand bewegte sich abwärts, zeichnete die langsame Kurve seines Bauches nach. Nicht suchend. Nur lernend. Sie hielt nicht inne. Sie zögerte nicht. Es ging nicht darum, was als Nächstes kam. Es ging darum, was sie gerade jetzt fühlte.

Everly küsste seinen Hals erneut, ihre Lippen nun fester, sicherer. Ihr Atem ergoss sich über seine Haut, kühlte dann ab, als sie sich leicht entfernte, nur um zurückzukehren, sanfter, langsamer.

Ihr Schenkel schmiegte sich enger an seinen, und ihre Hand, klein und warm, ruhte an der Linie seiner Hüfte.

Niemand sagte etwas.

Es gab nichts mehr zu sagen.

Alles Wichtige wurde bereits geteilt.

Ihre Körper verwickelten sich nicht. Sie entfalteten sich.

Ethans Hand griff wieder nach Evelyn, seine Finger strichen über die Linie ihrer Wirbelsäule. Er bewegte sich langsam, lernte jede Erhebung, jede Spannungsveränderung unter ihrer Haut. Sie bog sich leicht in seine Berührung, eine stille Antwort.

Everlys Wange drückte sich nun gegen seine Schulter. Ihre Hand fand seine wieder—diesmal ruhend über Evelyns Bauch. Die beiden, Seite an Seite, verbunden nicht nur in ihrer Nähe zu ihm, sondern in dem Rhythmus, den sie gemeinsam erschufen.

Atmen wurde zu etwas Geteiltem. Ein- und Ausatmen überlagerten sich, synchronisierten sich instinktiv.

Es gab keine tiefen Stöhner, keine scharfen Atemzüge, sondern die Art von Geräuschen, die im Raum zwischen Berührung und Sprache leben—die sanften Seufzer, das Summen der Zufriedenheit, die unausgesprochenen Versicherungen.

Sie eilten nicht. Sie bauten nicht auf ein Ende hin.

Es ging nicht darum, was als Nächstes geschah.

Es ging darum, was war.

Ethan bewegte sich ein wenig, gerade genug, um sich mehr zu Evelyn zu wenden, seine Hand ruhte nun über der sanften Mulde ihres Bauches.

Sein Daumen bewegte sich langsam in Kreisen, nichts mehr als ein träges Muster, aber es ließ sie seufzen—tief und vollständig.

Everly lehnte sich näher, ihr Atem streifte nun sein Ohr. Sie sprach nicht. Sie musste es nicht. Ihr Körper sprach für sie—drückte sich an, blieb nah, Hände sanft die seinen treffend, ihre Finger trafen sich und verschränkten sich sanft über dem Raum zwischen ihnen.

Zeit spielte keine Rolle.

Sie hatten nirgendwo hinzugehen.

Niemanden zu beeindrucken.

Und keinen Grund zur Eile.

Dies war kein Vorspiel—nicht im traditionellen Sinne. Es war kein Aufbau zu etwas Explosivem oder Kinoreifem. Es war die Art von Intimität, die sich eher wie Dahintreiben anfühlte. Wie sich fallen zu lassen, wissend, dass jemand bereits wartet, um dich aufzufangen.

Draußen vor dem Fenster war der Himmel noch dunkel, aber nicht mehr kalt. Die Nacht hatte sich gelegt, und das Haus war still.

Drinnen roch der Raum nach Haut und Wärme, sanftem Jasmin und Baumwolle, und etwas anderem—etwas Neuem.

Ein Duft, der nicht aus Parfüm bestand, sondern aus Präsenz.

Sie blieben so, bewegten sich langsam, atmeten langsam.

Keine Spannung. Keine Dringlichkeit.

Nur Vertrauen.

Und die Art von Nähe, die nicht in einer einzigen Nacht verdient werden musste, weil sie bereits still, mit der Zeit aufgebaut worden war, wie eine Brücke, die niemand bemerkt, bis sie sie bereits gemeinsam überqueren.

Sie hörten nicht auf.

Sie eilten nicht.

Sie machten einfach weiter.

Genau so.

Zusammen.

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