Incubus Leben in einer Welt von Superkraft-Nutzern
Chapter 296: Ein bisschen mehr Vorspiel bevor der Spaß beginnt 2
CHAPTER 296: EIN BISSCHEN MEHR VORSPIEL BEVOR DER SPASS BEGINNT 2
Die Nacht dehnte sich aus, und ihre Körper bewegten sich jetzt mit mehr Sicherheit, mehr Rhythmus. Sie tasteten nicht mehr herum. Sie täuschten nichts mehr vor.
Sie kannten einander.
Und sie wollten dies.
Nicht zur Flucht. Nicht für einen Rausch oder eine Ablenkung.
Einfach, weil es sich richtig anfühlte.
Weil nach allem – dem Druck, der Gefahr, den Erwartungen – dies ihnen gehörte. Dieser eine Moment, dieser eine Raum, diese eine Nacht, gehörte nur ihnen.
Und niemand konnte ihnen das nehmen.
Ethan bewegte sich ein wenig, führte Everly auf ihren Rücken, und sie zögerte nicht.
Sie ließ es zu, ihre Hand glitt langsam über seine Seite, ihre Finger fanden die Kurve seiner Schulter und ruhten dort.
Er verharrte einen Moment so, sein Blick auf ihren gerichtet, ihre Lippen leicht geöffnet, ihr Atem unregelmäßig, die Röte in ihren Wangen breitete sich ihren Hals und ihre Brust hinunter aus.
Er konnte sie sehen, nicht nur die physische Person unter ihm, sondern die Emotionen, die Gefühle, das Vertrauen, die Verletzlichkeit.
All die Dinge, die Menschen zu verbergen versuchen, aber nicht mehr können.
Sie verlangte nichts.
Sie forderte nicht, drängte nicht, eilte nicht.
Sie war einfach... da. Mit ihm. Und sie hatte keine Angst.
Ethan ließ seinen Blick langsam wandern, trank sie in sich auf. Die Neigung ihres Schlüsselbeins. Die Art, wie ihr Bauch zwischen ihren Hüften einsank. Das sanfte Heben und Senken ihrer Brust.
Sie war wunderschön.
Er beugte sich hinunter, traf wieder auf ihre Lippen, seine Zunge glitt in ihren Mund, und ihre traf seine, beide kosteten die Nacht.
Sie beeilten sich nicht.
Es gab keinen Grund dafür.
Der Raum war noch warm, und die Laken waren jetzt tiefer gerutscht, ließen sie fast nackt, ihr silbernes Haar zerzaust auf dem Kissen, ihre blasse Haut leuchtete fast in den Schatten.
Ethan senkte sich leicht, ihre Körper drückten sich näher aneinander, ihre Schenkel spreizten sich, um sich um ihn zu schlingen.
Seine Finger strichen über ihre Hüften, die Länge ihres Beins hinunter, dann wieder hinauf, verweilten an ihrem Innenschenkel, nicht mit der Absicht zu necken, sondern den Moment zu genießen.
Um zu spüren, wie sie schwerer atmete, wenn seine Fingerspitzen den Rand von ihr fanden, und wie ihre Haut wärmer wurde, und die winzigen Geräusche, die sie zu unterdrücken versuchte.
Sie war empfindsam, aber nicht verzweifelt, und es lag nicht daran, dass er irgendeinen magischen Inkubus-Verführungsscheiß machte.
Es lag einfach daran, dass die drei von ihnen jetzt ihren eigenen Rhythmus gefunden hatten, ein ruhiges, stetiges Tempo, das sie gefangen hielt.
Die Luft um sie herum hatte sich verändert, wurde dichter, aufgeladener. Aber niemand verspürte den Drang, sich schneller zu bewegen.
Alles war unhektisch, in die Länge gezogen, fast traumhaft.
Die Zeit war hier nicht der Feind.
Sie hatten genug davon.
Und sie nutzten sie.
Ihre Atemzüge stimmten überein, und ihre Pulse, und ihre Berührungen.
Sie hatten die Körper des anderen genug kennengelernt, um genau zu wissen, welche Stellen empfindlich waren, und sie hielten sich nicht mehr zurück.
Everlys Hand wanderte Ethans Arm hinunter, dann zu seiner Hüfte, ihre Handfläche glitt über seinen Hintern, und sie seufzte an seinem Hals, als er sich gegen sie drückte.
Sie war heiß. Sie war bereit.
Und er brauchte nichts anderes, um es zu wissen.
Ihre Küsse wurden jetzt hektischer, Zungen bewegten sich schneller, Hände griffen fester zu.
Sie brauchten mehr als Haut. Sie brauchten Berührung.
Ihre Münder trafen sich erneut, und ihre Zungen verschlangen sich
Und Ethan verstand.
Es ging nicht ums Nehmen oder Geben. Es ging nicht um Dominanz oder Kontrolle.
Es ging um dasselbe, was sie den ganzen Abend getan hatten, die Sache, die den Rest möglich machte.
Vertrauen.
Ein gemeinsames Gefühl der Verbundenheit.
Ein Gefühl, das so selten ist, dass die meisten Menschen nicht mehr wissen, was es ist.
Sie mussten es nicht aussprechen.
Sie mussten es nicht buchstabieren.
Aber jeder im Bett wusste genau, was geschah, und niemand kämpfte dagegen an.
Sie wollten das.
Nicht als Weg, um etwas zu betäuben. Nicht, um sich selbst zu vergessen.
Als Weg, sich zu erinnern.
Um an etwas festzuhalten, das sie zu verlieren fürchteten.
Es ging nicht um eine Superkraft oder irgendeine verrückte Sexmagie oder so etwas.
Es ging einfach darum, loszulassen.
In dem Moment, als Ethan sich erlaubte, nicht mehr dagegen anzukämpfen, schien sein ganzer Körper zu schmelzen, und die Spannung in seiner Brust löste sich endlich.
Evelyns Finger glitten wieder in sein Haar, zogen seinen Kopf zu ihr. Sie war nicht grob, aber auch nicht schüchtern.
Sie wollte ihn, und sie bemühte sich nicht, es zu verbergen.
Ethan küsste sie hart, sein Mund öffnete sich weiter, seine Zunge kostete ihren Gaumen.
Als er sich zurückzog, waren seine Lippen nass, und die Hitze zwischen ihnen war dichter geworden.
Seine Hände waren noch immer an Everlys Hüften, aber der Abstand war jetzt kleiner.
Er hielt sie.
Sie hielt ihn.
Und die Welt außerhalb des Fensters war weit weg, nichts weiter als eine schwache Erinnerung an einen Ort, wo nicht alles so war wie hier.
Aber heute Nacht hatten sie diesen Ort hinter sich gelassen.
Ethans Mund fand die Vertiefung an Evelyns Hals, seine Zunge strich über den Puls. Sie seufzte, neigte den Kopf, ließ ihn mehr haben.
Sie gab keinen Laut von sich, aber er spürte die Veränderung in ihr.
In der Art, wie ihre Beine sich spreizten und ihn näher einluden.
In der Art, wie ihr Herz schneller gegen seine Lippen schlug.
Und in der Art, wie ihre Hände sich von seinen Schultern bewegten, über seine Brust, und an seiner Taille stoppten.
Everlys Nägel waren leicht, zogen Linien entlang seiner Haut.
Sie waren nicht hart oder fordernd oder bedürftig.
Einfach da.
Fühlten ihn.
Berührten ihn.
Vergewisserten sich, dass er real war.
Seine Hand streifte ihre Rippen, seine Finger zeichneten eine Linie von ihrer Hüfte bis zu ihrer Brust, sein Daumen strich leicht über die weiche Wölbung ihrer Brust.
Ethan packte sie nicht.
Er zog nicht.
Er nahm nicht.
Denn so sollte die Nacht nicht sein.
Er drückte sich einfach hinein, ihre Körper verbanden sich, das Gewicht und die Hitze sanken ein, ließen die Stille irgendwie lauter erscheinen.
Everlys Lippen streiften seine Kinnlinie, ihre Nasenspitze streifte seinen Hals, und seine Augenlider flackerten zu, ließen ihn tiefer in den Moment sinken.
Jede Bewegung war langsamer.
Sanfter.
Er wollte nicht, dass dies endete.
Keiner von ihnen wollte das.
Selbst als sein Herzschlag schneller wurde, und sein Atem stockte, und sein Schwanz pochte.